Ausstellung mit rekonstruktionen, buch & film


Um das Jahr 1050 wurde das Weinviertel von Bayern aus besiedelt. Ganze Karawanen von Landsuchenden drängten damals in den Osten. Das erinnert stark an jene Bilder, die wir aus den amerikanischen Wild-West-Filmen kennen.

 

Schon wenige Jahrzehnte später überzogen die neugegründeten Dörfer samt mächtigen Burganlagen das fruchtbare Land wie ein enges Geflecht. Aus unterschiedlichen Gründen wurden etwa zwei Drittel dieser Orte in den folgenden Jahrhunderten wieder verlassen. Die Entdeckung von insgesamt elf „versunkenen“ Dörfern rund um Enzersdorf im Thale sorgte etwa erst im Vorjahr bundesweit medial für Aufmerksamkeit.

 

Die Ausstellung begibt sich nun auf die Spurensuche nach mittelalterlichen Wüstungen im Raum Hollabrunn. Sie macht einige dieser Orte mithilfe von Luft-Laserscans, zwei- und dreidimensionalen Rekonstruktionen und eines eigens produzierten Kurzfilms wieder sichtbar. Ein Begleitbuch geht noch weiter in die Tiefe. Es beschreibt die Hintergründe der Siedlungsgeschichte und widmet sich der Entstehung unserer modernen Dörfer.

Unsere Vergangenheit war noch nie so lebendig!

entdeckung "versunkener" Dörfer bei Enzersdorf im Thale

Den Grundstein für die geplante Ausstellung legte die Entdeckung "versunkener" Dörfer im Ernstbrunner Wald bei Enzersdorf im Thale.

Unter anderem berichtete darüber Radio NÖ im Jänner 2017.